Das Wort zum Montag

Egoismus

„Robbery“ schlägt wieder zu. Die zahlreiche ausgerufene Bayern-Krise ist vorbei. Eine Krise, die eigentlich keine wirkliche Krise war. Es ging lediglich um zwei, hintereinander verlorene Spiele. Doch als Fan des FC Bayern, von dem von außen ständig Titel verlangt werden, kennt man derartige Aussagen. Der Sieg über Werder Bremen und das Unentschieden zwischen Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach bringen den Bayern die Tabellenführung. Doch eines stört …

Das Verhalten von Arjen Robben war immer schon schwierig. Er ist, ohne Frage, ein wahnsinnig guter und wichtiger Spieler für die Bayern. Das wissen die Fans, das weiß die Vereinsführung und das weiß er. Dort liegt vielleicht das Problem.

Wer ein Spiel der Bayern beobachtet, kennt eine Geste des Holländers ganz genau: die hoch erhobenen Arme, wenn er wieder einmal nach dem Ball verlangt. Sollte er diesen daraufhin nicht bekommen, äußert er seine Unzufriedenheit auch gerne auf dem Platz. Eine Einstellung, die man so in einem Team eigentlich nicht an den Tag legen sollte. Denn es spielt nicht allein der FC Robben. Zudem kennen die Gegner der Bayern Robbens Laufwege inzwischen sehr gut. Das erste Spiel dieser Saison, gegen Gladbach, war Beweis genug. Nahezu jeder Schuss des Holländers wurde von der Abwehr oder dem Keeper der Gladbacher vorhergesehen und abgewehrt.

Robben ist nicht unersetzlich. Das bewiesen die Ergebnisse während seiner zahlreichen Verletzungen. Mir persönlich hat das Spiel der Bayern, bei Abwesenheit Robbens, teilweise sogar besser gefallen. Zumindest funktionierte die Mannschaft mehr als eine Einheit. Natürlich bringt Robben mehr individuelle Klasse, aber eben auch mehr Unruhe.

Dies wurde am vergangenen Samstag wieder deutlich, beim Spiel gegen Werder Bremen, deutlich. Bayern bekam in der 83. Minute einen zweiten Elfmeter zugesprochen. Mario Gomez, der zahlreiche Tore für Bayern macht und auch viele Elfmeter für Bayern verwandelt, holt sich den Ball. Doch plötzlich kommt Robben, der den ersten Elfer des Spiels übernommen hatte, angerannt und schnappt Gomez Ball aus der Hand und das Tor vor der Nase weg. Eine Aktion, die einem Teamkollegen gegenüber absolut respektlos ist. Das sehen auch einige Teamkollegen so. Doch Schuldgefühle sucht man beim Holländer vergeblich. (siehe Link)

Egal wie wichtig ein Spieler ist, man darf ihm so etwas nicht durchgehen lassen. Die Vereinsführung trägt Robben auf Händen, sollte ihn aber schnellstens von seinem Thron holen. Eine Diva können wir im Kampf um Meisterschaft, Pokal und Champions League nicht gebrauchen.

Link: Sport1.de

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Veröffentlicht am Dezember 5, 2011 in Wort des Tages und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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